Als wir unseren Ultimate Trip 2018-Wettbewerb starteten, hätten wir nie gedacht, dass wir einen Beitrag mit einer Länge von 6.500 km erhalten würden. Doch er wurde erhalten! Ben Flanagan reichte ein wahres europäisches Epos ein – den „Long Way Round“ von Portsmouth nach Porto – und mit so vielen Kilometern auf dem Buckel hatten wir das Gefühl, dass es niemanden geben könnte, der besser geeignet wäre, Einblicke in das Leben auf der Straße in weniger befahrenen Teilen Europas zu geben.
Ben schreibt die nächsten drei Wochen als Gastblogger für uns und berichtet über seine Lieblingsabschnitte aus Tschechien, Ungarn und Kroatien. Bevor wir seinen ersten Blog veröffentlichen, möchten wir den Mann und seine Freundin Martha – die Maschinen – kurz vorstellen, die letzten Sommer vier Monate lang unseren schönen Kontinent unsicher gemacht haben.

Eine kurze Einführung
Lernen Sie Ben und Martha kennen.

Ben und Martha fahren schon seit einigen Jahren Rad (Ben als Fahrradkurier), hatten aber erst ein paar Touren durch Großbritannien unternommen, als sie im Mai letzten Jahres von Marthas Heimatstadt Portsmouth aufbrachen. Um im Gedenken an ihre Väter Geld für zwei Wohltätigkeitsorganisationen zu sammeln, nahmen sie alle Herausforderungen an, die Europa zu bieten hat.
Sie wählten Porto allein aufgrund der Alliteration zwischen den beiden Städten als Ziel, testeten ihre Ausrüstung ein paar Mal und machten sich dann auf den Weg. Ihren Abenteuergeist begleiteten sie die ganze Reise über und bewiesen, dass man für einen Radabenteurer nur ein Fahrrad, ein Zelt und die Freude am Pedaltreten braucht.

Auf ihrer Fahrt radelten sie „den langen Weg“: über die Gipfel der Radsporthochburgen Frankreich, Belgien und die Niederlande, hinunter durch Deutschland und Tschechien in den Balkan und dann durch Norditalien, Südfrankreich und Spanien, um an der portugiesischen Küste anzukommen.

Es war voller Höhen und Tiefen – sowohl geografisch als auch emotional –: Die beiden fuhren mehrere Bergketten hinauf und überquerten sie, in Spanien wurde ihnen die Tasche gestohlen, in Monaco fiel ein Handy in einen Wunschbrunnen, in Kroatien radelten sie durch eine Hitzewelle und in Deutschland kämpften sie mit einem Fall von Pfeifferschem Drüsenfieber. Aber sie haben es geliebt! Ben ist so glücklich, dass er es geschafft hat, dass er sich nichts sehnlicher wünscht, als dass möglichst viele andere es ihnen gleichtun.


Beide waren über 1,80 Meter groß und verbrachten bis auf zwölf Nächte alle Nächte ihrer Reise in einem Zweimannzelt. Wo immer es möglich war, zelteten sie wild. Zu ihren schönsten Erinnerungen gehörten die Ankunft in mehreren winzigen Dörfern, das Aufstellen ihres Zeltes am Fluss, das Abkühlen im Wasser und das anschließende Entspannen am Flussufer bei einem Bier mit den Einheimischen.

So unglaublich die Aussicht auch war, als sie von Küste zu Küste und von Berggipfel zu Tal reisten, das Beste an ihrer Reise waren zweifellos die Begegnungen mit den Einheimischen unterwegs.


